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Opel-Mutter setzt wieder auf Hybrid-Fahrzeuge

Hoofddorp (dts) – Stellantis, die Muttergesellschaft unter anderem von Opel, setzt vermehrt auf Hybrid-Autos. Der Fahrzeugkonzern verfolge „derzeit einen `Multi-Energie-Ansatz`, keinen reinen `Vollstromer-Plan`“, sagte Stellantis-Topmanager Jean-Philippe Imparato zu „Business Insider“.

„Der Grund ist, dass sich das regulatorische Umfeld rapide wandelt“, so Stellantis` Chief Operating Officer (COO) für den Großraum „Enlarged Europe“. „In den vergangenen drei Monaten sind Incentives für BEVs in Europa verschwunden, außer in Polen.“ Vor diesem Hintergrund könne man die bisherige Strategie nicht beibehalten. „Ansonsten würde das Geschäft in Probleme geraten. Also mussten und müssen wir reagieren.“

An eine Renaissance des Selbstzünders glaubt der Stellantis-Obere nicht. „Die Diesel-Zeit ist vorüber – mit Ausnahme der leichten Nutzfahrzeuge“, sagte er. Daher möchte Imparato „ein größeres Spektrum möglicher Antriebsarten – also Mild-Hybride, Voll-Hybride und BEVs – in Betracht ziehen, um damit die Bestandsfahrzeuge zu ersetzen“.

Dem Standort Deutschland attestiert Imparato massive Defizite bei der Wettbewerbsfähigkeit. „Die Kosten der Auto-Montage in Deutschland sind vier Mal höher als in Spanien. Das gilt auch im Vergleich mit Portugal“, rechnete Imparato vor. „Die Arbeitskosten sind höher in Deutschland. Und dann erst die Energiepreise“.

Er habe in den vergangenen Tagen „viel mit Opel-Chef Florian Huettl gesprochen“, erzählte Imparato. Huettl sage, er wolle mit Opel ein Autohersteller bleiben und von dieser Rolle profitieren. Er wolle mit Opel nicht als Autoimporteur wahrgenommen werden.

Ihm selbst, so Imparato, sage sein „Gefühl, dass die Autoindustrie gewissermaßen zur Stahlindustrie des 21. Jahrhunderts werden könnte – mit dem bekannten Schicksal“. Um das zu vermeiden, müsse man dringend Entscheidungen treffen und die Industrie besser schützen. „Wir brauchen neue Incentives im Autogeschäft, wir brauchen niedrigere Energiepreise. Wenn das nicht geschieht, schaffen wir die Voraussetzungen für einen Crash“, so Imperato. „Wir müssen sehr schnell handeln. Jetzt. Nicht erst in fünfzehn Jahren“.

Die Mahnung des Stellantis-COO ist eindringlich. „Mein Rat an den nächsten Bundeskanzler lautet: Unterstützen Sie Ihre heimische Automobilindustrie stärker“, sagte Imperato. „Dann werden wir in Deutschland für Opel die industriellen Grundlagen aufrechterhalten können. Und für weitere Unternehmen“.

Foto: Opel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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