Connect with us

Hi, what are you looking for?

Börse

Bundesregierung erwägt Staatseinstieg bei Rüstungsunternehmen

Berlin (dts) – Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erwägen Staatseinstiege in Rüstungskonzerne.

So steht es in einem Entwurf für eine Sicherheits- und Verteidigungsindustrie-Strategie, über die das „Handelsblatt“ in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf „Regierungskreise“ berichten wird. Berlin will unter anderem festschreiben, sich in „strategischen Fällen“ direkt an Unternehmen oder Projekten aus dem Rüstungsbereich beteiligen zu können.

Die Strategie wurde im Bundeswirtschaftsministerium und im Verteidigungsministerium geschrieben. Habeck und Pistorius wollen angesichts der wachsenden Bedrohung aus Russland die Rüstungsindustrie stärken. Der Text ist laut Bericht des „Handelsblatts“ schon auf Ebene der Staatssekretäre auch mit dem Kanzleramt, dem Finanz- und dem Außenministerium abgestimmt. Es fehlt bloß noch die Einigung unter den Ministern und im Anschluss die formelle „Ressortabstimmung“.

Das Bundeskabinett soll die Strategie nach jetzigem Stand im September beschließen. Die Möglichkeit für die direkten Beteiligungen findet sich im Kapitel mit den Schlüsseltechnologien. Grundsätzlich sind Staatseinstiege bei Rüstungsfirmen schon jetzt möglich. Doch mit den neuen Plänen könnten Beteiligungen künftig häufiger als strategisches Mittel eingesetzt werden.

Ein erster Anwendungsfall für die neue Strategie soll sich schon bald ergeben. Der Bund wird voraussichtlich über seine Förderbank KfW zusammen mit dem US-Finanzinvestor Carlyle beim Schiffbauer Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) einsteigen. Derzeit läuft die zweite Prüfung der KfW, wobei die Förderbank einen detaillierteren Datenzugang erhält. „Das wird jetzt sehr wahrscheinlich alles in der angestrebten Beteiligung münden“, sagte ein Regierungsinsider dem „Handelsblatt“.

Foto: Thyssenkrupp (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Advertisement

Beliebte Beiträge

Auch interessant

Börse

Berlin (dts) – Deutschland hat die Energiekrise nach Auffassung der Ökonomin und Wirtschaftsweisen Veronika Grimm hinter sich gelassen. „Die unmittelbare Energiekrise ist vorbei“, sagte...

Börse

Im Sommer war bekannt geworden, dass Triebwerke von Pratt & Whitney Materialfehler aufweisen. MTU war an diesen Triebwerken beteiligt. Allmälich werden die Folgen sichtbar.

Börse

New York (dts) – Die US-Börsen haben am Mittwoch deutlich nachgelassen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 33.665 Punkten berechnet, ein...

Nachrichten

New York (dts) – Die US-Börsen haben am Dienstag freundlich geschlossen. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 33.141 Punkten berechnet, 0,6...

Börse

Frankfurt/Main (dts) – Der Dax ist am Donnerstagmorgen mit deutlichen Einbußen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 14.690...

Börse

Berlin (dts) – Die Schwarzarbeit könnte durch die Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland weiter zulegen. „Wenn der Mindestlohn tatsächlich auf 15 Euro steigt, dann...

Börse

Sofia (dts) – Ivan Krastev, Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen und Vorsitzender des Centre for Liberal Studies in Sofia, hat...

Börse

München (dts) – Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Oktober besser ausgefallen als erwartet. Der entsprechende Indexwert wurde auf 86,9 Punkten taxiert, deutlich höher als im...